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04/06/2020 - Xenia Kopf

Neues Instrument: Überbrückungsfinanzierung für Künstler*innen

Am 28. Mai 2020 kündigte die Bundesregierung eine neue Überbrückungsfinanzierung für selbstständige Künstler*innen an – die Modalitäten werden im Detail bis Ende Juni ausgearbeitet. Bedingung ist die Pflichtversicherung in der SVS. Eckpunkte der angekündigten Überbrückungsfinanzierung:

  • 1.000 Euro pro Monat, der Bezug ist 6 Monate möglich, also insgesamt 6.000 Euro pro Person
  • Keine komplexe Berechnungsmethodik, unbürokratische Antragstellung
  • Abwicklung über Sozialversicherung der Selbständigen (SVS), die per Gesetz bereits als Künstler*innen-Servicezentrum agiert
  • Ziel ist eine Antragstellung ab Juli 2020
  • Achtung: Gegenseitige Anrechnung mit Härtefallfonds der Wirtschaftskammer (s.u.)

Nachbesserungen im WKO Härtefallfonds für die Antragstellung Phase 2

Der Härtefall-Fonds ist eine Förderung der Bundesregierung für die persönlichen Lebenshaltungskosten von Unternehmer*innen und Selbständigen in der Corona-Krise. Am 27. Mai wurde eine weitere Nachbesserung des Härtefall-Fonds angekündigt. Der Begutachtungszeitraum wird erneut ausgeweitet und es wird einen Comeback-Bonus von 500 Euro pro Monat geben. Bei Minimalbeträgen wird überdies der Mindestförderbetrag automatisch auf 500 Euro aufgestockt.

  • Alle Auszahlungsbeträge der Phase 2, die wegen der 2.000-Euro-Obergrenze unter 500 Euro lagen, werden auf 500 Euro aufgerundet.

Bisher gab es bei Vorliegen von eigenen unternehmerischen Einkünften und/oder Nebeneinkünften und/oder Leistungen aus einem Versicherungsanspruch durch die Gesamtdeckelung mit 2.000 Euro Förderbeträge von unter 500 Euro. Diese Beträge werden auf 500 Euro aufgerundet.

Diese Aufrundung erfolgt automatisch. Für alle bereits abgerechneten Förderfälle wird der Differenzbetrag im Laufe der nächsten Woche automatisiert nachbezahlt.

  • Einführung eines zusätzlichen Comeback-Bonus in Höhe von 500 Euro pro Beobachtungszeitraum

Bisher lag der Mindestförderbetrag (mit Ausnahme der zuvor angeführten Fälle) bei 500 Euro pro Monat. Künftig wird bei grundsätzlich gegebenem Förderanspruch durch den zusätzlichen Comeback-Bonus von 500 Euro kein Förderbetrag mehr unter 1.000 Euro monatlich liegen können.

Der Comeback-Bonus wird an alle Förderwerber, deren Förderungen in der Phase 2 bereits abgerechnet wurden, automatisiert nachbezahlt.

  • Die Anzahl der förderbaren Monate wird von drei auf sechs erhöht und der Betrachtungszeitraum von sechs auf neun Monate (16.3.–15.12.2020) verlängert.

Bisher konnten innerhalb eines Zeitraumes von sechs Monaten (16.3. – 15.9.) jene drei Monate mit den höchsten Einnahmenausfällen ausgewählt und gefördert werden. Künftig werden innerhalb von neun Monaten sechs Monate gefördert.

  • Geringfügig unternehmerisch tätige Pensionist*innen sind künftig antragsberechtigt.

Bisher war nur förderbar, wer zum Antragszeitpunkt eine „Sozialversicherung aus eigener beruflicher Tätigkeit“ aufweisen konnte. Dadurch waren geringfügig unternehmerisch tätige Personen und Pensionisten nicht antragsberechtigt. Hier wird künftig nur noch generell auf das Vorhandensein einer Sozialversicherung (auch als Pensionist*in) abgestellt.

Härtefall-Fonds für Selbstständige